Der Klan des Ra´n´Gniu (T.M.)
Aus den Archiven von Lichtenfels, der neuen Haupstadt Luxorias.
Diese Schriften wurden gerettet aus den Ruinen der Stadt Saint Aurora und stammen aus der Feder von Tiberius Mondkind.
Der Klan des Ra´n´Gniu
Als der Riss der Dimensionen im Jahr 0 aufbrach und unsere Welt mit der Welt der Thalan d´Sacary verband, war es der Kriegslord Ra´n´Gniu, der mit seinen Horden in unsere Welt strömte. Alten Aufzeichnungen nach vermutet man, daß er mit seinem Horden gerade auf einen Raubzug in seiner Welt unterwegs war, als sich direkt vor seinem Heer der Riss auftat. Es sollen keine vier Wochen vergangen sein, bis die erste Angriffswelle sich in unsere Welt ergoss. Ra´n´Gniu, oder Lord Ra´ wie man ihn nennt schickte eine Welle nach der anderen seiner Hordne auf unsere Welt. Seine Horden bestanden aus mächtigen und brutalen Kriegern der Thalan d´Sacary, wie auch vielen anderen Wesen, die diese Reihen auffüllten.
In nicht einmal einem Jahr konnte er die Verteidigungsreihen der Menschheit überrennen und die große Armee der vergangenen Zeit vernichtend zerschlagen. Dieser Kampf auf dem Feld des Krieges kostete Lord Ra´ zahlreiche Truppen, doch trotz aller Verluste brach der Strom an neuen Truppen nicht ab und so blieb der Menschheit nichts anderes übrig, als sich zurück zu ziehen. Die Menschen erkannten während der ersten Gefechte schnell, daß das Licht, vor allem das Licht der Sonne ihr bester Verbündeter war. Denn die Thalan d´Sacary selber wurden durch Sonnenlicht regelrecht verbrannt und die meisten niederen Wesen aus der Horde wurden vom Licht geblendet, wodurch die Menschen eine Chance im Kampf hatten und ihre größte Waffe gefunden hatten.
Doch in der Horde gab es auch Wesen, denen das Licht nichts anhaben konnte. Diese Wesen und die endlos scheinenden Massen der Horde führten zum Verlust der Verteidigungslinien gegen den neuen Feind. Die Menschen wurden auf dem Feld des Krieges vernichtend geschlagen und das Blut zahlloser tapferer Krieger und Verteidiger mischte sich mit dem schwarzen Blut des Feindes und verbrannte die Erde. Es heißt, das selbst heute noch das Blut von Verteidiger und Angreifer Seen füllen soll.
Diese gewaltige Schlacht kostete Lord Ra´ viele Truppen und auch viel Kraft, doch er konnte das Gebiet um den Riss der Dimensionen für sich sichern und begann damit das Land zu plündern und zu vernichten.
Die Menschen zogen sich in sichere Zufluchtsorte zurück, doch nur die Lichtfesten, die wenigen Orte an denen das Sonnenlicht dauerhaft den Boden erhellen konnte, diese magischen Orte waren die einzige sichere Zuflucht für die Menschen. Und so entstanden in den ersten Jahren des Krieges zahlreiche Lichtstädte, von denen die kleineren bereits sehr schnell gefallen waren, nur die Orte an denen die Macht des Lichts besonders stark war, konnten dem neuen Feind standhalten. Die kleinen Siedlungen und Lichtfesten wurden zu schnell vernichtet, als das es von ihnen Aufzeichnungen gibt.
Die Horde von Lord Ra´ breitete sich wie eine Seuche über das Land aus und so entstand das Niemandsland, das Land zwischen den Lichtfesten, das Land über das die Lords herrschen. Dieses Land wurde von den Truppen der Horde durchstreift und geplündert. Doch die Lichtfesten waren Lord Ra´ ein Dorn im Auge und so unternahm er immer wieder Angriffe auf diese.
Die Lichtfeste Luxoria war damals die erste Lichtfeste die gegründet wurde und auch die größte und mächtigste. Sie lag angrenzend an das Feld des Krieges und in den Jahren 29 bis 31 schickte Lord Ra´ die ganze Macht seiner Truppen gegen diese Lichtfeste bis diese schließlich im Jahr 31 der neuen Zeitrechnung fiel und von der Horde dem Erdboden gleich gemacht wurde.
Während des letzten entscheidenden Angriff muß Lord Ra´ dem Sonnenlicht direkt ausgesetzt gewesen sein, denn die Aufzeichnungen sprechen davon, daß er eine oder zwei seiner Klauen verloren hatte. Das Sonnenlicht hatte diese einfach verbrannt und damit wurde er schwer verletzt.
Durch die großen Verluste der Horde und die schwere Verletzung ihres Anführers hofften die Menschen bereits, daß dies die Wende im Krieg wäre, doch durch den Riss strömten neue Horden. Während Lord Ra´ seine Macht und Kraft gegen Luxoria lenkte, konnten andere Klans der Thalan d´Sacary unsere Welt betreten und nutzten die Schwäche des einst so mächtigen Kriegsherren aus, um sich die Gebiete einzuverleiben, in denen noch nicht die Horden von Lord Ra´ herrschten. Es gibt Berichte, daß die Lords sich nicht einige waren und auch gegeneinander kämpften.
Doch der Klan des Ra´n´Gniu war bis zur Schlacht um Luxoria einer der mächtigsten, wie die Gelehrten vermuten und so genoß er trotz seiner Verluste und seiner Verletzung immer noch Respekt unter den Thalan d´Sacary.
Im Jahr 72 hatte sich Lord Ra´ anscheinend wieder von der Schlacht um Luxoria erholt und startete einen neuen Kriegszug gegen die mächtige Lichtfeste Castell Noir. Diese Lichtfeste leistete ihm weit mehr Widerstand, als er erwartet hatte und so hielt Castell Noir den Angriffen über 6 Jahre stand, bis diese schließlich im Jahr 78 fiel.
Damit hatte die Menschheit zwei der mächtigsten Lichtstädte verloren, doch auch die Verluste des Feindes waren unglaublich und die Menschheit kann hoffen, daß Lord Ra´ der bis dahin mächtigste und bösartigste der Thalan d´Sacary sich von diesen Verlusten nicht mehr erholen wird. Es gibt auch Augenzeugenberichte, daß er gegen Ende der Schlacht in der unmittelbaren Nähe der Lichtfeste gesehen wurde und schwer verwundet und entstellt wirkte. Er wollte sich den Triumph anscheinend nicht entgehen lassen, aber es wird vermutet, daß er selber aktiv nicht mehr am Kampf teilnahm. Vermutlich waren die Verletzungen die er sich bei der Vernichtung Luxorias zugezogen hatte schlimmer, als vermutet oder breiten sich seitdem immer weiter aus.
Nach dem Fall von Castell Noir erstreckt sich das Herrschaftsgebiet von Lord Ra´ und seinen Horden vom Riss der Zeit, über das Feld des Krieges, bis hin zu den Ruinen der Lichtstädte Luxoria und Castell Noir. Es gibt Gerüchte, daß er auf dem Feld des Krieges seine neue Festung aufgebaut hat und seitdem von dort aus regiert.
Die Verluste die Lord Ra´ in diesen Schlachten hinnehmen musste, sorgten anscheinend für Vorsicht bei den anderen Thalan d´Sacary. Diese versuchen zwar Berichten zufolge immer wieder Lichtfesten mit kleinen Scharmützeln zu schwächen, aber von groß angelegten Kriegszügen, wie auf Luxoria und Castell Noir sind bisher keine Berichte bekannt.

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