Luxoria

Das Königreich des Lichts

Das Geheimnis des Toten

Als Adrian mit dem Heiler zurück kommt, kann dieser nur noch den Tod des Abenteurers feststellen. Die Wunden waren zu groß und er hatte zu viel Blut verloren.
Doch mit ihnen kamen auch Soldaten der Garde des Hohepriester David. Sie schirmen den Toten vor den anderen in der Höhle ab und auch David und Ayren müssen zur Seite gehen. Lediglich dem alten Sebastian wird es gestattet bei der Leiche zu bleiben. Von einigen Metern Entfernung beobachten die beiden Freunde, wie der alte Arbeiter mit dem Anführer der Soldaten und dem Heiler diskutiert und kurz darauf wird der Leichnam in ein großes Laken eingewickelt. Zusammen mit einem der Soldaten trägt Sebastian den Toten aus der Höhle hinaus und der restliche Trupp der Garde folgt ihnen zusammen mit dem Heiler.
Adrian wurde zuvor noch beauftragt die restlichen Überreste aus dem Wasser zu fischen, was ihm anscheinend sehr recht ist, da er sich in der Nähe der Soldaten nicht wohl zu fühlen scheint. Und so steigt er wieder ins Wasser, um die restlichen Trümmer zu bergen.
Ayren kennt den Heiler, einem alten Mann mit langem weißen Bart. Joseph der Graue, wie ihn die Soldaten nennen, denn meist flickt er die Soldaten zusammen, die bei Einsätzen im Ödland verletzt wurden.
“Wenn sie den Grauen schicken, dann wollen sie nicht, daß man weiß, was passiert ist. Und dann noch die Garde, mich würde nicht wundern, wenn man uns auffordert, daß wir hierüber stillschweigen müssen. Mich wundert nur, das sie den alten Sebastian den Toten tragen lassen.”
David schaut noch kurz nachdenklich dem Trupp nach, wie er die Höhle verlässt, bevor er in Gedanken versunken seinem Freund antwortet.
“Monster sagte er noch, bevor er starb. Und hast Du die Wundform an seinem Bein gesehen, fast so, als wenn das Bein abgebissen wurde. Ich befürchte, wir sind gerade Zeuge davon geworden, das nicht nur die stürmische See eine Gefahr ist, sondern auch andere Wesen die See beherrschen. Ich würde zu gerne wissen, was genau passiert ist.”
“Ich kann morgen meinen Hauptmann drauf ansetzen, aber die Garde steht höher als unsere Einheit und ich glaube nicht, daß dies viel Erfolg hat.”
David dreht sich um zum jungen Adrian, der bereits wieder mit dem Bergen der Trümmer weiter macht. Bevor er ihm zuruft, vergewissert er sich, ob die Garde wirklich weg ist.
“Hey Adrian, willst du dir etwas Geld extra verdienen?”
Dieser wirft drei Bretter zum Ufer und nähert sich David mit einem Grinsen im Gesicht.
“Immer gerne. Was kann ich für sie tun Herr von Richtberg?”
“Wenn du in den Trümmern etwas findest, das nicht dort hin gehört, dann bringe es mir und sag niemanden etwas davon. Auch nicht Sebastian. Es sind zwei bis fünf Silberstücke für dich drin.”
Adrian nickt kurz und widmet sich wieder den Trümmern. Und die beiden haben das Gefühl, das er nun mit mehr Eifer bei der Sache ist.
Sie beobachten ihn noch etwas, bis sie beschließen, die Höhle zu verlassen.
“Meinst du er wird was finden, das uns verrät, was passiert ist?”
“Ich bin mir nicht sicher, aber ich werde morgen vor der großen Versammlung noch beim alten Sebastian vorbei schauen. Vielleicht kann er mir noch was sagen. Ich befürchte nämlich, daß der Rat keine Details bekannt geben wird. Und auch vom Hohepriester werde ich nicht viel erfahren, wenn ich selber nichts in der Hand habe. Da wird auch unsere Freundschaft nicht helfen. Ich muß unbedingt mehr herausfinden, wenn wir meine Pläne verwirklichen wollen.”

weiter geht es mit A004 Ein merkwürdiges Fundstück


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